Fidschi – Nadi und Yasawas

Nach einem Monat mit sehr viel Regen freute ich mich schon wieder richtig auf das tropische Klima von Fidschi 😊. Obwohl das kleine Land nur 3-4 Flugstunden von Australien weg ist, fühlt es sich an wie eine andere Welt – Man fliegt eben doch vom riesigen Industriestaat auf winzige Pazifikinseln 😅. Die Menschen in Fidschi machen es einen aber sehr leicht, sich dort gleich wohlzufühlen 😊.

Gelandet bin ich auf der Hauptinsel Viti Levu, dort blieb ich aber nur kurz. Ich hatte nämlich für eine Woche ein Island-Hopping-Package auf den Yasawa-Inseln gebucht. Damit konnte ich sieben Nächte auf der Inselgruppe bleiben und aus mehreren Resorts wählen. Ich entschied mich für zwei Nächte im Barefoot Kuata auf Kuata Island, 2 Nächte im Mantaray Island Resort auf Nanuya Balavu und drei Nächte im Blue Lagoon Resort auf Nacula Island 😊. Außerdem waren auch die Fahrten mit der Fähre inkludiert. Die Fähren sind der einfachste Weg von einer Insel zur anderen zu kommen und werden sowohl von Touristen als auch von Einheimischen genutzt.

Damit ja keine Langeweile aufkam, wurden von den Resorts die unterschiedlichsten Aktivitäten angeboten. So machte ich von Kuata aus einen Ausflug zu einem Riff, wo wir mit Haien schnorcheln konnten. Die „kleinen“ (1-2m langen) Riffhaie sind für Menschen harmlos und haben sich überhaupt nicht für uns interessiert. Sie schwammen aber relativ nahe (mit ein paar Meter Abstand) bei uns vorbei bzw. unter uns durch, was eine richtig coole Erfahrung war 🤩.

Barefoot Kuata Resort
Kuata Island
Kuata Island
Riffhaie

Alle drei Hotels, in denen ich war, boten außerdem einen Village Visit an, bei dem man in ein nahegelegenes Dorf fährt und einen kleinen Einblick bekommt, wie das Leben dort traditionell aussieht. Ich habe den Ausflug vom Mantaray Resort aus gebucht. Weil gerade Sonntag war, hatten wir die Möglichkeit, in die Dorfkirche zu gehen und am Gottesdienst teilzunehmen. Ich würde normalerweise sicher nicht auf die Idee kommen, im Urlaub in die Kirche zu gehen 😁, mir wurde es für Fidschi aber mehrmals empfohlen, weil die Messen normalerweise von sehr guten A Cappella-Chören begleitet werden. Obwohl es zwischendurch schon ein bisschen komisch war, in einem Gottesdienst zu sitzen, von dem man kein Wort versteht (er wurde ja auf Fidschianisch gehalten), waren es die Musikbeiträge aber auf jeden Fall wert, hinzugehen 😊. Außerdem war es eine gute Gelegenheit, die Leute ein wenig zu beobachten 😆. Besucherinnen, die (wie ich 😁) keinen langen Rock oder ein langes Kleid mit- bzw. anhatten, wurde vor der Kirche ein traditioneller Sarong umgehängt – Hosen sind in dem relativ konservativen Land bei Frauen (vor allem an religiösen Orten) nämlich nicht gerne gesehen. Knie und Schultern sollten außerhalb der Resorts generell bedeckt werden.

Mantaray Island Resort
Sonnenaufgang
Kirche von Soso-Village
Sarong für die Kirche
In den Resorts wird man immer mit Musik begrüßt und verabschiedet – Daran könnte ich mich gewöhnen 😁

Nacula Island war im Vergleich zu den anderen beiden Inseln wieder etwas größer, was uns auch die Möglichkeit gab, ein bisschen wandern zu gehen 😊. Außerdem machte ich eine Tour zur Sawa-I-Lau-Höhle, in der wir dann eine Weile herumgeschwommen sind 😊.

Blue Lagoon Resort
Wanderung auf Nacula Island
Ausblick während der Wanderung
Am Gipfel 😄
Ausblick vom Gipfel
Ausblick vom Gipfel
Sawa-I-Lau-Höhle

Für den zweiten Teil meiner Fidschi-Etappe fuhr ich dann mit der Fähre zurück nach Nadi. Nadi (sprich: Nandi) ist zwar nicht die Hauptstadt Fidschis, durch den internationalen Flughafen und die Verbindungen auf die anderen Inseln ist die Stadt aber der Knotenpunkt für fast alle Touristen.

Jeder, der auch nur einen einzigen Tag in Fidschi verbringt, wird schnell merken, dass man um ein Wort absolut nicht herumkommt: Bula (Hallo, willkommen). Es wird einen nicht nur bei der Ankunft im Hotel oder bei der Begegnung mit anderen Fußgängern freundlich zugerufen, sondern auch aus im Verkehr stehenden Autos oder (in meinem Fall) von dem kleinen Mädchen, das in der Fähre vor mir saß (sicher über zehn Mal während meiner Fahrt zur ersten Insel 😅).

An meinem ersten Tag in Nadi spazierte ich dann auch gleich ins Zentrum, um einen neuen Rucksack zu kaufen.  Mein kleinerer Rucksack ist nämlich in der Früh direkt vor der Fahrt zum Flughafen in Sydney (also dem blödesten Zeitpunkt überhaupt 🙈) gerissen und wurde nach dem Umpacken meiner Sachen in zwei kleinere Taschen entsorgt (sorry Mama und Papa – keine Raiffeisen-Werbung mehr 😁).  Ich wurde in Nadi aber Gott sei Dank schnell fündig und bin jetzt wieder perfekt ausgestattet 😊.

Natürlich habe ich mich auch ein bisschen in der Stadt umgesehen. Dabei habe ich sehr schnell gemerkt, dass man sehr vorsichtig sein muss, nicht gleich alle möglichen Sachen angedreht zu bekommen 😅. Von der Einladung zur Kava-Zeremonie im Souvenir-Shop (Kava ist ein traditionelles fidschianisches Getränk aus den Wurzeln der Kava-Pflanze und Wasser) bis zu „Komm, setz dich zu mir, ich zeig dir auf der Karte, wo ich aufgewachsen bin“ wird alles versucht, um Touristen das Gefühl zu geben, etwas kaufen zu müssen 😅.

Die bekannteste Sehenswürdigkeit von Nadi ist Sri Siva Subramaniya Swami, der größte Hindu-Tempel der Südhalbkugel. Auch dort lieh ich mir wieder einen Sarong aus, um passend gekleidet in der Tempelanlage herumspazieren zu können.

Sri Siva Subramaniya Swami
Sri Siva Subramaniya Swami

Am Rückweg zum Hotel fing es dann richtig an zu regnen – warmer Tropenregen, also nicht so schlimm. Die Einheimische, die ein paar Meter vor mir in dieselbe Richtung ging, bot mir aber trotzdem sofort an, mich unter ihren Schirm zu stellen 😊.

Außerdem besuchte ich den Garden of the Sleeping Giant, der ein bisschen außerhalb von Nadi liegt. Meine Dorm-Mitbewohnerin wollte ihn Gott sei Dank auch sehen, so konnten wir uns ein Taxi teilen 😊.

Garden of the Sleeping Giant
Garden of the Sleeping Giant
Ausblick über die Insel

Da aus meiner Tour nach Sigatoka leider nichts wurde, entschloss ich mich dazu, noch einmal einen Tag auf eine der kleineren Inseln der Umgebung zu fahren. Der Malamala Beach Club liegt auf einer winzigen Insel der Mamanuca Islands (wirklich winzig – Ich habe sie in circa einer Viertelstunde zu Fuß umrundet 😁) und eignete sich perfekt dazu, noch einmal einen Tag am Strand zu entspannen 😊.

Malamala Beach Club

Nach zwei Wochen war meine Zeit in Fidschi auch schon wieder vorbei und es ging weiter nach Neuseeland 😊.

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