Exmouth und Kalbarri

Meine Abfahrt nach Exmouth begann ziemlich turbulent. Mein Bus sollte eigentlich um 8 Uhr abends losfahren. Grundsätzlich war auch alles zur Abfahrt bereit: Der Bus wartete schon an der Haltestelle und die Passagiere waren auch alle da. Nur kam um circa 10 vor 8 ein Betrunkener auf die tolle Idee, irgendetwas (ich konnte nicht sehen, was genau) auf den Bus zu werfen und machte so eine der Fensterscheiben kaputt🙈. Es wurde also zuerst einmal die Polizei gerufen, die 2-3 Minuten später auch schon da war. Der Betrunkene wurde verhaftet, der Bus von Scherben befreit und der Busfahrer von der Polizei befragt. Danach machten wir noch kurz Halt bei einer Tankstelle, wo die Chauffeure das Fenster so weit herrichteten, dass wir (mit ca. 40 Minuten Verspätung) abfahren konnten. Anscheinend wurde das Fenster dann in Exmouth repariert und der Bus fuhr von dort mit ca. 5 Stunden Verspätung weiter 😟. Das hat mich aber Gott sei Dank nicht mehr betroffen, ich blieb nämlich in Exmouth ☺️.

Das große Highlight von Exmouth (und anderen Küstenstädten in der Umgebung) ist das Ningaloo Reef, ein Korallenriff, das im Gegensatz zum Great Barrier Reef ganz in Küstennähe bestaunt werden kann und vergleichsweise wenig touristisch ist.

In einem Boot mit Glasboden fuhren wir ganz nahe an das Riff heran 😊. Es gab auch die Möglichkeit, kurz zum Schnorcheln ins Wasser zu springen. Neben ganz vielen Fischen, sahen wir auch mehrere Schildkröten – eine davon die angeblich größte, die unsere Guides in dem Riff je gesehen haben 😲.

Ningaloo Reef

Am Rückweg in die Stadt legten wir noch einen kurzen Stopp bei einem Aussichtspunkt ein und bewunderten das Panorama 😊.

Bei den Touren bekommen wir auch immer interessante Infos kombiniert mit dem australischen Humor der Guides, die immer flotte Sprüche parat haben 😁. Dass aus Schildkröteneiern im wärmeren Sand eher Weibchen und im weniger warmen Sand eher Männchen schlüpfen, wurde zum Beispiel kommentiert mit „cause they’re hot chicks and cool dudes“ 😄.

Nach dem kurzen Aufenthalt in Exmouth fuhr ich dann auch schon weiter nach Kalbarri. Da der Bus nicht direkt in den Ort fährt, ist der Besitzer des Hostels in Kalbarri so nett, einen Shuttle-Service anzubieten – und das obwohl der Bus aus beiden Richtungen mitten in der Nacht ankommt/abfährt. So wurde auch ich um Mitternacht von der Bushaltestelle abgeholt und nach Kalbarri gebracht. Am Weg in den kleinen Ort musste Joe (der Hostel-Besitzer) mehrmals abbremsen, weil Kängurus auf bzw. gleich neben der Straße auftauchten 😅.

Kalbarri war bis jetzt eine der schönsten Ortschaften, die ich in Australien gesehen habe. Sie liegt direkt an der Stelle, an der der Murchison River, der zweitlängste Fluss Westaustraliens, ins Meer mündet. In dem Fluss lassen sich auch immer wieder Pelikane blicken 😊. Von einem Rad- und Fußgängerweg, der die Küste entlangführt, hat man an vielen Stellen traumhafte Aussichten über das Meer 😊

Pelikane im Murchison River
Kalbarri – links das Meer,, rechts der Fluss
Blue Holes Beach
Red Bluff Beach
Sonnenuntergang über dem Murchison River

Außerdem ist der Kalbarri-Nationalpark mit seinen Schluchten ganz in der Nähe. Im Sommer wird es dort aber richtig heiß (untertags 50-55 Grad 🥵). Leider kommt es dann auch immer wieder zu Todesfällen, weil Wanderer die Hitze unterschätzen 😥. Jetzt im Winter waren die Temperaturen aber sehr angenehm 😊.

Kalbarri-Nationalpark
Kalbarri-Nationalpark
Kalbarri-Nationalpark
Kalbarri-Nationalpark

An meinem letzten Tag brachte mich Joe dann wieder mitten in der Nacht zum Bus. Tiersichtungen bei dieser 45-minütigen Fahrt: ca. 50 Kängurus, 2 Hasen und 1 Maus 😁.

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