Panamá-Stadt mit Kanal und Guna Yala

Bevor es in die Großstadt ging, fuhren wir noch ein Stück den Panamakanal entlang nach Gamboa. In der kleinen Stadt ist nicht wirklich viel los. Neben ein paar Touristen verirren sich vor allem Forscher dorthin. Gamboa ist nämlich auch der Standort des Smithsonian Tropical Research Institutes.

Als wir in Gamboa ankamen, machten wir als Erstes eine kleine Wanderung. Der Weg war zwar nur ca. 1 km lang, führte aber über enge Dschungelpfade durch den Soberanía-Nationalpark. Wir haben zwar leider keine Tiere gesehen, sie uns aber anscheinend schon 😅. Wir hörten nämlich immer wieder jemanden wegzischen oder ins Wasser tauchen 😁.

Am Nachmittag besuchten wir dann noch das Panamakanal-Besucherzentrum bei den Miraflores-Schleusen. Normalerweise führt der Weg zur Aussichtsplattform durch ein Museum, das durften wir wegen Corona aber leider nicht genauer besichtigen. Von der Plattform aus konnten wir dann dabei zusehen, wie die Schiffe durch die Schleusen fuhren. Das Ganze zieht sich aber ziemlich lange hin und ist eigentlich viel unspektakulärer als man sich das vielleicht vorstellt 😅. Ein Besuch des Kanals gehört trotzdem auf jeden Fall dazu, wenn man schon einmal in Panamá ist 😊.

Miraflores-Schleusen
Schiffe bei der Fahrt durch die Schleusen

An unserem zweiten Tag in Gamboa machten wir dann noch eine Wanderung – oder eigentlich sogar zwei. Die erste mussten wir aber nach ca. einer halben Stunde abbrechen, weil der Weg nicht mehr weiterging 😅.

Auch die zweite Wanderung war abenteuerlich. Wir gerieten nämlich direkt in ein Mountainbike-Rennen und mussten aufpassen, nicht umgefahren zu werden 😁 (Der Weg war während des Rennens zwar gesperrt, zwischen den Durchläufen wurde er aber geöffnet und wir waren ihn halt noch nicht zu Ende gegangen, als die nächsten Fahrer an den Start gingen 😅.) Die Streckenposten waren aber alle sehr entspannt und haben uns nur darauf hingewiesen, wenn möglich etwas neben dem Weg zu gehen. (Ach, wirklich? Auf die Idee wären wir nicht gekommen 😂.) Das zweite Stück des Weges führte uns aber Gott sei Dank in eine andere Richtung als die Rennfahrer 😊. Dem Zustand der Stufen nach zu urteilen machten diese Wanderung aber auch nicht viele Leute.  Als wir uns endlich hinuntergekämpft hatten, waren wir schon froh, bald wieder auf der Straße zu sein, zu der wir wollten. Aber zu früh gefreut! Die 20m „Wiese“, die uns noch von der Straße trennten, waren nämlich mehr Sumpf als Wiese und so mussten wir uns Schritt für Schritt vortasten, um nicht zu weit einzusinken 🙈.

Aussicht während der Wanderung
Die Stufen haben ihre besten Zeiten wohl schon hinter sich 😄

Zur Erholung ging es am Nachmittag dann in den Pool eines Luxushotels in der Nähe. Wir haben dort zwar weder übernachtet noch Eintritt bezahlt, beim Eingang kontrolliert aber niemand, ob man auch Gast des Hotels ist, deshalb kann im Prinzip jeder gratis drinnen baden 😁.

In dieses Hotel haben wir uns zum Baden reingeschlichen 😄

Nachdem wir am nächsten Morgen aus unserer Unterkunft ausgecheckt hatten, ging es dann auch gleich weiter nach Panamá-Stadt. Eines wurde mir sehr schnell klar: Panamá kann man absolut gar nicht mit den anderen lateinamerikanischen Städten vergleichen, die ich bis jetzt gesehen habe! Während es in den anderen Städten bisher meistens nur ein, zwei nette Plätze direkt in der Stadt gab und das Interessante eigentlich etwas außerhalb lag, ist Panamá-Stadt selbst ein absolutes Highlight! Die Altstadt ist richtig schön und die Skyline, die man von fast überall aus sieht, erinnert regelrecht an die USA. Dazu kommen die vielen Parks, die die Stadt praktisch „einkreisen“. Dabei handelt es sich aber um keine typischen Stadtparks, sondern um tropischen Regenwald. So kann man nur eine Viertel Stunde vom Stadtzentrum entfernt durch den Dschungel wandern und dabei den Blick auf die Wolkenkratzer der Stadt genießen 😊.  

Panamá-Stadt
In der Altstadt war schon alles weihnachtlich dekoriert 😊 (Wer braucht schon einen Weihnachtsmann, wenn man einen Weihnachtsbären haben kann? 😁)
Riesige Krippe in der Iglesia San José
Ausblick vom Parque Metropolitano
Panamá-Stadt bei Nacht

An unserem letzten gemeinsamen Tag in Panamá machten Papa und ich dann noch einen wunderschönen Tagesausflug auf die Inselgruppe Guna Yala (auch als San Blás Inseln bekannt, das wird dort aber nicht so gerne gehört). Guna Yala besteht aus fast 400 kleinen Inseln. Während unserer Bootsfahrt sind wir an unzähligen davon vorbeigefahren und haben an vier paradiesischen Inseln Halt gemacht. Eine davon war eigentlich keine richtige Insel, sondern ein „natürlicher Pool“: Durch eine Sandbank wird das Wasser hier mitten im Meer auf einmal wieder ganz seicht, sodass man perfekt darin schwimmen (und sogar stehen) kann 😊.

Auf einer der Inseln von Guna Yala wurde auch der Anfang der dritten Staffel von „Haus des Geldes“ gedreht. Laut Tour-Programm hätten wir auch auf diese Insel fahren sollen, sind wir aber leider nicht 😓. Das war beim Rest der Tour aber relativ leicht zu verschmerzen 😅.

Die Anreise zu den Inseln ist zwar mühsam und dauert ziemlich lange, den Aufwand ist die Tour aber definitiv wert! Wenn man noch ein paar Strandtage einlegen will, kann man die Inseln auch im Rahmen von mehrtägigen Touren besuchen und stundenlang in der Sonne (und im Meer 😁) baden 😊. Da beides nicht zu unseren Lieblingsaktivitäten zählt, war die eintägige Tour für uns aber genau richtig 😊.

Isla Perro Grande
Blick auf die Nachbarinseln
Natürlicher Pool mitten im Meer
Isla Perro
Isla Perro

Am nächsten Tag hieß es dann auch schon Abschied nehmen. Für Papa geht es jetzt nämlich wieder nach Hause. Meine Reise führt mich zurück nach Peru, wo ich mir jetzt auch noch den Süden mit all seinen Highlights ansehen werde 😊.

Nach 10 Wochen in den Tropen freue ich mich jetzt auch schon wieder auf ein etwas anderes Klima. So beeindruckend die Zeit dort war, mittlerweile habe ich auch genug davon, jeden Tag durchgeschwitzt und von Mosquitos zerstochen herumzulaufen 😅.

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