Costa Rica – Woche 3

Nachdem wir uns von einem Teil der Gruppe verabschiedet hatten, fuhren wir weiter nach Sarapiquí. Dort besuchten wir die Finca Surá der Familie Gomez, wo die unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten angebaut werden. Wir wurden vom Besitzer höchstpersönlich über die Farm geführt, durften dabei zusehen wie Vanille händisch bestäubt wird und ganz viel Ananas verkosten 😊. Außerdem haben wir mehrere Echsen gesehen, unter anderem eine Basilisken-Art, die auch als „Jesus Christus-Echse“ bezeichnet wird, weil sie übers Wasser laufen kann. Wir hatten sogar das Glück, diese Showeinlage kurz miterleben zu dürfen 😄. Einen Teil der Führung musste ich leider auslassen, weil mein Kreislauf in der prallen Sonne nicht ganz mitspielte 😵. Nach einer kurzen Pause im Schatten, ging es dann aber wieder besser und ich konnte den Rest der Runde wieder mit der Gruppe mitgehen 😊. Wir haben dann auch gleich vor Ort zu Mittag gegessen – das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich für Fisch entschied, obwohl es eine andere Option gegeben hätte 😁. Der frisch gefangene Fisch konnte aber sogar mich überzeugen 😊. Außerdem habe ich vom Besitzer der Farm ein kleines Geschenk bekommen: Er hat aus Gräsern eine Heuschrecke für mich geflochten 😮

Kurzer Stopp am Weg zur Finca
Jesus Christus-Echse: Sie kann nicht nur übers Wasser laufen, sondern ist im Gras auch unglaublich gut getarnt.
Resteverwertung mit Mathilda 😁
Heuschrecke aus Gras ☺️

Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Wanderung durch das Tirimbina-Reservat, wo wir wieder wunderschöne Landschaften und jede Menge außergewöhnliche Pflanzen bestaunen konnten 😊

Tirimbina-Reservat

Am nächsten Tag ging es auch schon weiter nach Tortuguero. Da der Nationalpark nur auf dem Wasserweg erreichbar ist, ließen wir den Bus (mit dem Großteil unseres Gepäcks) zurück und fuhren mit dem Boot zu unserer Lodge ganz in der Nähe des Nationalparks. Unser einziger weiterer Programmpunkt an diesem Tag war ein Besuch von Tortuguero, dem größten Ort der Umgebung. Dort konnten wir gemütlich herumschlendern, Souvenirs kaufen oder in einem der vielen süßen Cafés entspannen 😊

Gemütlich ging es dann auch an unserem zweiten Tag im Tortuguero-Nationalpark weiter. Da sich die Tierwelt vor allem dann zeigt, wenn es noch nicht bzw. nicht mehr ganz so heiß ist, fuhren wir einmal in der Früh und einmal am späteren Nachmittag mit dem Boot aus, um Tiere zu beobachten. Wir bekamen unterschiedliche Vögel, Echsen, Affen, Kaimane und Faultiere zu Gesicht 😊 Tortuguero ist eigentlich auch für seine Riesenschildkröten bekannt, sie sind zu dieser Jahreszeit aber leider nicht hier.

Nach Tortuguero war es bereits Zeit für den letzten Stopp unserer Reise. Wir fuhren weiter an die Karibikküste nach Puerto Viejo, einem touristischen Badeort in der Nähe des Cahuita-Nationalparks, den wir etwas später auch besuchen würden. Unser erster Vormittag in Puerto Viejo war aber frei. Deshalb haben wir uns mit ein paar anderen aus unserer Gruppe zusammengeschlossen und uns von unserem Hotel Fahrräder ausgeborgt, um zu den nahegelegenen Stränden zu fahren. Die Kombination aus der hügeligen Landschaft und relativ alten Fahrrädern ohne Gangschaltung machte die Fahrt ziemlich anstrengend und wir kamen mittags schweißgebadet zum Hotel zurück.

Danach ging es auch schon wieder weiter mit dem Gruppen-Programm. Wir statteten am Nachmittag nämlich dem indigenen Volk der Bribri einen Besuch ab. Sie zeigten uns, wie sie traditionell Kakao zu heißer Schokolade verarbeiten. Zum Abschluss durften wir dann noch den Kakao in seinen unterschiedlichen Formen verkosten 😋

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Wanderung im Cahuita-Nationalpark. Nachdem wir gemeinsam in eine Richtung gingen, drehte der Großteil der Gruppe wieder um, um denselben Weg zurückzugehen. Wir (Papa, Yvonne und ich) entschieden uns aber dazu, den Rundweg fertig zu gehen. Laut Maps.me waren es ja nur 5 km und wir hatten über eine Stunde Zeit, wieder zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Wir merkten dann aber relativ schnell, dass es wohl doch mehr als 5km sein dürften und hatten schon Angst, es nicht rechtzeitig zurückzuschaffen. Deshalb sind wir auch mehr durch den Nationalpark gehetzt als gemütlich durch die Natur spaziert 🙈. Wir hatten dann aber noch Glück, da das letzte Stück entlang einer Straße verlief und uns sofort ein Taxi aufgabelte, sodass wir auf die Minute genau bei unserem Treffpunkt ankamen 😁 (offiziell sind wir natürlich alles zu Fuß gegangen 😂🤫). Am Rückweg zum Hotel schlenderten wir dann noch gemütlich durch Puerto Viejo 😊

Cahuita-Nationalpark
Waschbär im Cahuita-Nationalpark

Ein ganz besonderes Highlight erlebten wir aber direkt beim Hotel. Ein junges Faultier hat dort anscheinend seinen Lieblingsbaum gefunden, wo es jeden Tag „abhing“. Einmal kam es sogar ganz weit nach unten, sodass wir es richtig gut beobachten konnten 😍

Eigentlich hatten Papa und ich ja geplant, mit der Gruppe zurück nach San José zu fahren und dort in den Bus nach Panamá zu steigen. Wir waren in Puerto Viejo aber schon ganz nahe an der Grenze und wie sich herausstellte, fuhren von dort aus sogar Shuttles nach Bocas del Toro, wo wir sowieso hinwollten. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen, die zwei Tage Busfahrt auf einen halben Tag zu verkürzen und uns bereits in Puerto Viejo von unseren Reisegefährten der letzten drei Wochen zu verabschieden. Nun hieß es: Auf nach Panamá!

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