Lima – Der Beginn der Reise

Nach einem sehr langen Flug kam ich am 16.9. um 7 Uhr morgens in Lima an. Da ich doch noch sehr müde von der langen Anreise war, wollte ich den Tag sehr entspannt angehen lassen. Ich habe ein paar organisatorische Sachen erledigt und am Nachmittag an einer Führung durch den Stadtteil Barranco, dem Künstlerviertel Limas, teilgenommen. Die Führung ist eine von zwei gratis Führungen, die das Hostel, in dem ich übernachtet habe, jeden Tag anbietet.

Die zweite Tour führte mich am nächsten Tag in das historische Zentrum Limas. Dabei wurden uns nicht nur die bekanntesten Plätze der Altstadt gezeigt, wir durften auch an zwei Verkostungen teilnehmen. So probierten wir im Schokoladenmuseum Tee, der aus Kakao hergestellt wird, Schokoladen-Marmelade in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Schokoladenlikör und natürlich Schokolade. Im Anschluss durften wir auch noch das peruanische Nationalgetränk Pisco-Sour und andere Pisco-Mischungen kosten. Auf den puren Pisco haben wir aber geschlossen verzichtet 😀

Plaza de Armas, Lima

Im Anschluss habe ich mir dann noch die Kathedrale von Lima und den Palacio Arzobispal angesehen. In der Kathedrale befindet sich neben unzähligen kleinen Ausstellungsräumen auch das Grab von Francisco Pizarro, dem spanischen Eroberer, der als Gründer von Lima gilt. Der Palacio Arzobispal wird heute als Museum genutzt.

Kathedrale von Lima
Palacio Arzobispal

Bei meinem Besuch in Lima wollte ich mir auch unbedingt die archäologische Stätte Huaca Pucllana ansehen. Sie lässt sich nur mit einer Führung besichtigen und ich hatte großes Glück, überhaupt noch einen Platz dafür zu bekommen. Als ich mich online voranmelden wollte, waren während meiner Zeit in Lima nämlich alle Führungen ausgebucht. Ich bin dann aber auf gut Glück trotzdem hinspaziert und habe gerade noch das letzte Ticket für die 5 Minuten später startende Führung ergattert 😊 

Die Huaca Pucllana wurde von der sogenannten Lima-Kultur als Tempel erbaut. Der Name „Lima“ wurde erst im Nachhinein vergeben, weil die Menschen in der Region um Lima lebten (ca. 1.000 Jahre vor den Inkas). Da es keine schriftlichen Aufzeichnungen aus der Zeit gibt, ist aber nicht bekannt, wie sie damals wirklich hießen.

Gebaut wurde die Anlage aus senkrechten Lehm-„Ziegeln“. Zwischen diesen „Ziegeln“ wurden bewusst kleine Spalten freigelassen, sodass der Bau beweglicher wurde und bei Erdbeben nicht sofort einstürzte. Dass heute noch so viel von der Huaca Pucllana erhalten ist, verdanken wir unter anderem der Tatsache, dass es in Lima nur ca. 20 mm im Jahr regnet. Ansonsten hätte der Regen bereits alles zerstört.

Selfie-Expertin (NOT) 😀
Huaca Pucllana
Huaca Pucllana

Der Kontrast zwischen dem historischen Tempel und der Großstadt rundherum ist schon extrem. Früher war dort, wo jetzt Lima steht, nichts außer Grünflächen und noch ein paar anderen Tempeln, und man konnte von der Huaca Pucllana aus bis ans Meer sehen. Jetzt sieht man nur mehr die Betonklötze der Großstadt. Wie groß Lima tatsächlich ist, wird einem erst dann bewusst, wenn man einen Blick auf die Einwohnerzahl wirft. Mit ca. 8,8 Millionen Einwohnern leben in der Metropole ca. gleich viele Menschen wie in ganz Österreich.

Meeer 🙂
Mehr Meeer 😀

Im Anschluss an die Besichtigung der Stätte bin ich noch ein bisschen durch den Stadtteil Miraflores und die Strandpromenade entlang spaziert, bevor es am Abend dann auch schon wieder nach Trujillo weiterging.

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